Ambulant vor stationär - Mehr Hilfe für Pflegebedürftige Zuhause

Das Bundeskabinett hat am 12. August 2015 den Entwurf des zweiten Pflegestärkungsgesetzes (PSG II) beschlossen.

Mit diesem Gesetz wird der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff in die Praxis umgesetzt. Das Gesetz soll am 1. Januar 2016 in Kraft treten, das neue Begutachtungsverfahren und die Umstellung der Leistungsbeiträge der Pflegeversicherung sollen zum 1. Januar 2017 wirksam werden. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe erläutert: „Der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff wird jetzt endlich Wirklichkeit. Diese Reform nutzt allen – den Pflegebedürftigen, ihren Angehörigen und unseren Pflegekräften –, denn der tatsächliche Unterstützungsbedarf wird besser erfasst. Über die Leistungshöhe entscheidet künftig, was jemand noch selbst kann und wo sie oder er Unterstützung braucht – unabhängig ob durch Demenz oder körperliche Einschränkung. Alle Pflegebedürftigen erhalten damit gleichberechtigt Zugang zu den Leistungen der Pflegeversicherung. Und wir beginnen mit der Unterstützung deutlich früher – zum Beispiel, wenn eine Dusche altersgerecht umgebaut werden muss oder Hilfe im Haushalt benötigt wird.“

Katica Schilling vom Brackenheimer Pflegeservice d’hoim sieht in dem neuen Gesetz einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung: „Die schon seit 1994 gesetzlich verankerten Grundsätze wurden mit den Pflegestärkungsgesetzen PSG I von Anfang 2015 und nun PSG II deutlich konkretisiert, erweitert und verbessert. So wird zum Beispiel der Grundsatz, Reha vor Pflege‘ gestärkt, wobei durch gezielte und rechtzeitige Rehabilitationsmaßnahmen der Eintritt der Pflegebedürftigkeit hinausgezögert oder sogar verhindert werden kann. Pflegende Angehörige werden zukünftig durch die Zahlung von Rentenbeiträgen durch die Pflegeversicherung besser abgesichert, und auch die Regelungen zur Information und Beratung werden neu strukturiert, ausgeweitet und qualitativ verbessert. So müssen zum Beispiel die Pflegekassen zukünftig auch kostenlose Pflegekurse für Angehörige anbieten.“
Das neue Leistungsrecht setzt das Ziel des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs, Hilfen zum Erhalt der Selbstständigkeit und der verbliebenen Fähigkeiten bereitzustellen, systematisch um. Fünf für alle Pflegebedürftigen einheitlich geltende Pflegegrade ersetzen das bisherige System und ermöglichen damit allen Pflegebedürftigen einen gleichberechtigten Zugang zu den Leistungen der Pflegeversicherung. So werden auch die bisherigen Leistungen für Menschen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz nun in das reguläre Leistungsrecht integriert. „Alles in allem sind das auch gute Nachrichten für den Pflegeservice d’hoim“, so Katica Schilling, die gerade dabei ist, ihr Dienstleistungsangebot von drei auf vier tragende Säulen zu erweitern. „Neben der Pflege zu Hause, der Unterstützung von Menschen in prekären Lebenssituationen durch Case Management, also der Koordination von Hilfen und Leistungen und der allgemeinen und auch speziellen demenziellen und palliativen Versorgung, wird der Pflegeservice d’hoim demnächst zur Entlastung pflegender Angehöriger eine komfortable Tagespflege anbieten können. „Baubeginn ist im Januar 2016“, so Katica Schilling. „Wir werden dann in den neuen Räumlichkeiten eine Tagesbetreuung, auch speziell von demenziell erkrankten Menschen, bereitstellen. Außerdem wollen wir uns verstärkt der Schulung von pflegenden Angehörigen widmen. „Wenn Sie sich über dieses neue wie auch unser bereits bestehendes Angebot näher informieren wollen, vereinbaren Sie einfach einen Termin, wir beraten Sie jederzeit gerne.“

Quelle: Zaber Bote Dezember 2015

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