Eine Frage des Vertrauens - Worauf man bei der Auswahl eines Pflegedienstes achten sollte

Pflegebedürftigkeit und das „Angewiesensein“ auf pflegerische Unterstützung sind in Deutschland immer noch Themen, über die nicht gerne offen gesprochen wird. Oft sind pflegebedürftige Menschen oder deren Angehörige verunsichert, wenn es darum geht, dass Leistungen eines ambulanten Pflegedienstes in Anspruch genommen werden müssen. Was macht einen guten Pflegedienst aus? Was muss man bei der Auswahl eines Pflegedienstes beachten? „Grundsätzlich gilt: Bevor man sich auf der Suche nach einem passenden Pflegedienst macht, sollte man sich genau überlegen, welche Unterstützung überhaupt notwendig ist“, erklärt Katica Schilling, Inhaberin des Pflegeservices „d’hoim“. Handelt es sich um grundpflegerische Leistungen, um Behandlungspflege/medizinische Indikationen, um Leistungen in der Hauswirtschaft oder um Betreuung? Welche Hilfe kann von Angehörigen oder von Nachbarn übernommen werden, wo ist professionelle Unterstützung notwendig? Wenn man sich dann dafür entscheidet, professionelle Leistungen in Anspruch zu nehmen, dann sollte man auf jeden Fall mehrere Pflegedienste vor Vertragsabschluss vergleichen. Bei der Vorauswahl helfen außerdem die Transparenzberichte des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK): Einmal jährlich werden Pflegebetriebe einer Qualitätsprüfung unterzogen und die Ergebnisse im Anschluss an die Prüfung und Bewertung veröffentlicht. Auch die persönliche Beratung und Betreuung sind ein wichtiges Entscheidungskriterium: „Pflege ist immer eine sehr persönliche Angelegenheit, und Vertrauen ist wichtig. Dazu gehört auch, dass sich die Klienten und deren Angehörige beispielsweise darauf verlassen können, dass die Pflege von qualifizierten Fachkräften durchgeführt wird und dass individuelle Pflege- und Betreuungslösungen – wie zum Beispiel mithilfe des Case Managements (Fallmanagement) – angeboten werden“, so Katica Schilling.

Quelle: Zaber Bote, April 2013

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