Pflegenotstand – Nein, Danke! - »d’hoim« Pflegeservice aus Brackenheim

„In Deutschland droht ein akuter Pflegenotstand!“, so Katica Schilling vom Pflegeservice „d’hoim“ in Brackenheim. Der Grund: zu wenige oder überhaupt nicht ausgebildete Pflegekräfte. „Diesem bedenklichen Trend wollen wir ganz bewusst entgegensteuern indem wir Jugendliche und Erwachsene zu Alten- und Krankenpflegerinnen bzw. -pflegern ausbilden.“ Seit 2005 bildet Katica Schilling bereits aus – momentan sind 6 eigene Schüler in der Ausbildung, verteilt auf das 1., 2. und 3. Lehrjahr, dazu kommen noch 4 - 6 Gastschüler aus anderen Ausbildungsstätten: „Pflegeschüler aus Krankenhäusern oder Pflegeheimen müssen in ihrer Ausbildung Außeneinsätze machen, kommen dann zum Beispiel zu uns in den ambulanten Bereich“, erklärt Katica Schilling. Welche Voraussetzung müssen zukünftige Auszubildende mitbringen? „In erster Linie sollte der Wunsch verspürt werden, gerne mit Menschen arbeiten zu wollen. Um das herauszufinden, sind Pratika, am besten schon während der Schulzeit, der erste Schritt. Der Lehrplan schreibt für Gymnasien und Realschulen ein Sozialpratikum vor, in der Hauptschule muss ein Beruffindungspratikum absolviert werden.“ Außerdem müssen die Azubis für den Beruf des Altenpflegers volljährig sein und einen Realschulabschluss bzw. einen Werkrealschulabschluss haben. Aber auch mit Hauptschulabschluss kann man den Beruf des Altenpflegers erlernen: „Hier gibt es zwei Wege. Zunächst kann man eine Ausbildung zum Altenpflegerhelfer machen und bei entsprechend guten Abschluss – 2,5 und besser – das komplette Examen in drei Jahren machen. Oder man hängt nach der Hauptschule noch ein Jahr an und besucht ein Berufskolleg oder eine Berufsfachschule und startet dann in die Ausbildung.“ Aber nicht nur für Schulabgänger bietet der Beruf des Altenpflegers eine hervorragende Perspektive: Auch für Frauen, die nach einer Kinderpause wieder in das Berufsleben einsteigen wollen, oder überhaupt für Menschen, die den Wunsch verspüren, sich beruflich neu zu orientieren, bietet der Beruf hervorragende Zukunftsaussichten – angesichts der Pflegesituation in Deutschland.

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