„Wir müssen alte Menschen wertschätzen!“ - 5 Jahre Pflegeservice d’hoim in Brackenheim

In ihrer Familie findet sie Rückhalt und Zuspruch: Katica Schilling mit ihrem Ehemann Rolf und den Kindern David und Dilara.

„Es ist alles gut hier –
aber ich bin nicht d’hoim!“

Alles begann am 1. September 2003, als Katica Schilling, unterstützt von Ehemann Rolf, den Sprung in die Selbstständigkeit wagte. Mit sechs Mitarbeiterinnen betreute sie damals 34 Kunden, kümmerte sich gleichzeitig um Pflege und Betreuung und um den Aufbau und die Organisation ihres Unternehmens. Aber war dies tatsächlich der Anfang? „Altenpflege hat in unserer Gesellschaft keinen angemessenen Stellenwert!“ Diesen Eindruck hat Katica Schilling bereits vor fast 20 Jahren als Pflegeschülerin gewonnen und wollte es nach einigen Berufsjahren anders machen. „D’hoim“, diesen Namen hat sie nicht zufällig für ihren Pflegeservice gewählt. Hier umschreibt sie sehr genau, welches Defizit jede noch so umsichtige und qualifizierte Pflege in einem Pflegeheim mit sich bringt. Man ist eben nicht mehr d’hoim, möglicherweise nicht selbst bestimmt, nicht so selbstständig wie irgend möglich. Die uralte Weisheit „Alte Bäume verpflanzt man nicht“ wird gerade dann traurige Wahrheit, wenn ältere Menschen sich gar nicht oder nur unter größten Schwierigkeiten in den Alltag des Pflegeheimes einfinden können.

Qualifizierte Pflege kennt keinen Stillstand
„Älteren Menschen die Chance geben, in Würde zu altern“, ist das Ziel, das Katica Schilling mit derzeit 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, einem Team aus Kranken-, Alten- und Kinderkrankenpflegerinnen sowie Hauswirtschafterinnen, verfolgt. Und sie tritt dabei nicht auf der Stelle. In Schulungen und Fortbildungen qualifiziert sich ihr Team kontinuierlich weiter. Sie selbst engagiert sich in politischen Gremien, um strukturelle Verbesserungen für die Alten- und Krankenpflege zu erreichen. Für die gesetzliche Anerkennung der häuslichen Palliativpflege und den Aufbau von Palliativ-Care-Netzwerken hat sie sich in ihrem Verband stark gemacht. Dieser Aufgabe, der Betreuung unheilbar kranker Menschen und ihrer Angehörigen, widmet sich Katica Schilling im Besonderen. „Lebenshilfe leisten“, ist der Anspruch, dem sie als ausgebildete Palliativ-Pflegekraft gerecht werden will.

Den Menschen im Zabergäu verbunden …
Seit dem 1. Januar 2007 ist der Pflegeservice d’hoim in der Brackenheimer Innenstadt in der Bürgerturmstraße zu finden. Und auch die smarte blaue Flotte, die Fahrzeuge des d’hoim-Pflegeservices, die rund um die Uhr von Zaberfeld bis Lauffen und von Nordheim bis Bönnigheim unterwegs sind, gehören ebenfalls längst zum Stadtbild. Wer Katica Schilling trifft, lernt eine ungewöhnliche, eine starke Frau kennen, sprudelnd vor Ideen und dann wieder geduldig zuhörend; mit einem großen Herzen eben. In den vergangenen Jahren hat sie sich zusammen mit ihrem Team immer wieder neuen Anforderungen gestellt. Die umfassende Beratung von Kunden und deren Angehörigen, der enge Kontakt zu Kranken- und Pflegekassen, die Zusammenarbeit mit Ärzten und Therapeuten, die Pflege alter oder unheilbar erkrankter Menschen, die Betreuung Demenzkranker – all dies gehört zum Spektrum der ambulanten Pflege, die bei Bedarf 24 Stunden lang an jedem Tag des Jahres geleistet wird.
Welche Wünsche hat Katica Schilling für die Zukunft?
„Wir haben vergessen, wie viel wir von alten Menschen lernen können. Sie verdienen nicht nur unseren Respekt, wir sollten ihre Erfahrungen, ihre Lebensgeschichten wertschätzen. Und wir sollten das Alter nicht aus unserem Alltag ausklammern. Mein Traum? Eine Tagespflegeeinrichtung, in der sich Generationen und Kulturen begegnen können, in der alte Menschen sich an den Kindern erfreuen und junge Menschen erkennen, dass Altern eben dazu gehört – zum Leben!“

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